Die Württembergischen Meisterschaften nutzten acht Ringer des ASV Urloffen, um sich sportlich zu präsentieren. Die als Einladungsturnier des württembergischen Ringerverbandes konzipierten Verbandsmeisterschaften gelten unter den Fachleuten als eines der am stärksten besetzten Turniere im Wettkampfkalender der Männer überhaupt. Insgesamt stellten sich 270 Ringer aus 81 Vereinen in beiden Stilarten dem Wettkampf. Die Hornets als Urloffen setzten mit dem 2. Platz bei der Vereinswertung ein eindrucksvolles Ausrufezeichen. Nur der Neubundesligist Weilimdorf aus Württemberg konnte an den Meerrettichdörfler vorbeiziehen.

Ihnat Dishli (65kg Freistil) hatte es mit einem sehr starken Teilnehmerfeld (18 Gegner) zu tun. Nur knapp (2:6) unterlag er dem späteren Sieger dieser Gewichtsklasse Enrico Baumgärtner vom KSC Graben-Neudorf. Spannend auch, dass Ihnat gegen seinen Trainingspartner David Kiefer knapp die Oberhand behielt. David Kiefer wiederum konnte Baumgärtner die einzige Niederlage zufügen. Auf Grund des besseren Punkteverhältnisses stand am Ende der 3. Platz für Ihnat Dishli und der fünfte Platz für David Kiefer auf der Anzeigetafel.

Aktuell läuft es nicht bei Justin Federer (74 kg Freistil). Wie bereits bei den U20-Meisterschaften gelang es dem jungen Urloffener nicht, sein ringerisches Potenzial abzurufen. Im ersten Kampf musste er eine 9:10 Niederlage gegen Manuel Loeper (TuS Adelhausen) hinnehmen. Drei darauffolgende Siege mit technischer Überlegenheit dokumentierten eindrucksvoll die ringerische Klasse von Federer. Im entscheidenden Kampf gegen seinen Dauerrivalen Jannis Rebholz (KSV Allensbach) verlor der Hornet allerdings wieder seine Wettkampflinie. Am Ende stand ein fünfter Platz für Federer. Ihm ist zu wünschen, dass der „Knoten“ noch rechtzeitig vor den Deutschen Meisterschaften der Männer im Juni platzt.

Mit Andrej Schwarzkopf verfügt der ASV Urloffen über einen starken Ringer in der Gewichtsklasse bis 97 kg Freistil, der im Kader der Bundesligamannschaft des ASV Urloffen einen festen Platz hat. Andrej fand sehr gut in das Turnier und errang souverän seine Siege gegen Abdulsalam Hadad, Florian David und Nico Kiwit. Im Kampf um den Turniersieg stand es gegen den Nationalmannschaftsringer und Teilnehmer der olympischen Spiele von Tokio,Gennadij Cudinovic führte Andrej 4:0, bevor der Heusweiler eine Unachtsamkeit von Schwarzkopf für den entscheidenden Sieg nutzen konnte. Die Silbermedaille kann trotz dieses Wehrmutstropfen als Versprechen für die Bundesligasaison 2026 gewertet werden.

Aram Shikho zeigte bei diesen Meisterschaften wiederum, über welches Potential er verfügt. Im Schwergewicht (125 kg, Feistil) konnte er mit zwei deutlichen Siegen die Bronzemedaille erkämpfen. Im Halbfinale musste er sich nur knapp dem Deutschen U23-Meister und EM-Starter Emil Thiele geschlagen geben.

Ebenfalls einen starken Wettkampf zeigte im Greco das Urloffener Nachwuchstalent Jan Hiebsch (77 kg). Gegenüber der Deutschen Meisterschaft präsentierte sich Hiebsch hoch konzentriert, glänzte durch zahlreiche technische Aktionen, die ihn in vier Kämpfen als Überlegenheitssieger von der Matte gehen ließen. Lediglich gegen den Bundesligaringer Louis Lay (Weingarten), welcher ebenfalls schon für den ASV Urloffen auf die Matte ging, konnte Jan an diesem Wochenende nicht bestehen.

Vitalij Rosenberger (79 kg, Freistil) hatte es mit einer sehr starken Gruppe zu tun. Nach zwei Niederlagen kam das vorzeitige Aus für den jungen Hornet.

Raphael Langenecker (86 kg, Freistil) war auf Grund einer Fußverletzung eingeschränkt in das Turnier gegangen. Trotz dieser Verletzung rang Raphael gut mit, konnte zwei Mal als Sieger die Matte verlassen und landete am Ende unter 20 Teilnehmern auf dem 9. Platz.

Insgesamt wieder einmal eine starke Vorstellung der Hornets, im Rahmen ihrer Vorbereitung auf die letzten nationalen Meisterschaften und letztlich auch auf die im September beginnende Bundesligasaison.