Hornets des ASV Urloffen präsentierten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten.
Erst am Samstag, und somit am letzten Wettkampftag konnte Aram Shikho ins Wettkampfgeschehen eingreifen. Im freien Stil in der Gewichtsklasse bis 125 kg, waren alle gespannt, wie sich der junge Wirtschaftsinformatikstudent aus der Talentschmiede des ASV Urloffen bei diesen Meisterschaften präsentieren würde. In den letzten Jahren konnte der Aram Shikho bereits durch seine sehr guten Platzierungen bei den U20-Meisterschaften (3. Platz 2023, 2. Platz 2024 und 3. Platz 2025) auf sich aufmerksam machen. Akribisch hatte sich Shikho durch zahlreiche Trainingseinheiten auf die nationalen Meisterschaften vorbereitet. Seine aktuell gute Form zeigte der junge Hornet bereits beim internationalen Turnier in Belgien vor einigen Wochen, bei dem er ebenfalls durch seine starke Leistung beeindruckte. Im ersten Kampf bekam es Shikho mit dem Nordbadener Arian Mula (KSV Kirrlach) zu tun. Mula hatte gegen den agilen Urloffener keine Chance. Nach knapp fünf Minuten stand der Überlegenheitssieg fest. Im zweiten Kampf ging es dann gegen den späteren Deutschen Meister Wladimir Remel (Rheinhessen). Remel, der auch schon für den ASV Urloffen auf der Bundesligamatte stand, war in diesem Jahr von Aram Shikho nicht zu schlagen. Nun galt es, sich auf das kleine Finale gegen den Rheinhessen Selim Satici vom VFL Bad Kreuznach vorzubereiten. Gut eingestellt durch Vereinstrainer Sascha Wachter ging Aram den Kampf konzentriert an. Zu keinem Zeitpunkt des Mattenduells konnte Satici den jungen Urloffener gefährden. Am Ende stand der umjubelte 10:2 Sieg und damit der Gewinn der Bronzemedaille für Aram Shikho vom ASV Urloffen auf der Anzeigetafel.
Ebenfalls ins kleine Finale kam mit Emil Ulamec (86 kg Freistil) und David Kiefer (61 kg Freistil) zwei weitere Ringer des ASV Urloffen. Leider konnten beide ihren Kampf um die Bronzemedaille nicht gewinnen. Für beide stand am Ende der der fünfte Platz auf der Anzeigetafel.
David Kiefer musste bereits im ersten Kampf die besondere Klasse des aktuellen Deutschen Meisters Horst Lehr (ASV Ludwigshafen) anerkennen. Im Kampf um den 3. Platz unterlag er dann auch Nico Altmeyer vom AC Heusweiler. Altmeyer – von David Kiefer in der letzten Bundesligarunde noch besiegt – präsentierte sich einfach als der mental stärkere Ringer bei dieser Meisterschaft.
Emil Ulamec gehört mit seinen 19 Jahren zu den jüngeren in dieser Gewichtsklasse. In seinem ersten Kampf zeigte er dem Leipziger Yasin Salamov die Grenzen auf. Mit 6:2 Punkten setzte Ulamec ein klares Ausrufezeichen. Sein nächster Gegner war allerdings nicht zu bezwingen. Mit Joshua Morodion (Brandenburg) musste er sich dem amtierenden Deutschen Meister stellen. Die klare Niederlage kam nicht überraschend. Unbeeindruckt stellte sich Emil seinem nächsten Gegner Jonas Kock, welchen er nach vier Minuten durch technische Überlegenheit von der Matte fegen konnte. Im kleinen Finale traf er dann auf den bundesligaerfahrenen Aziz Golmohammadi. Gegen den schnellen Aziz Golmohammadi fand der junge Hornet kein Mittel, so dass er am Ende auch diesen Kampf an seinen Gegner abgeben musste. Mit zwei Siegen und ein starker fünfter Platz in einer der am stärksten besetzten Gewichtsklassen kann Emil Ulamec trotz der verpassten Medaille sehr zufrieden sein.
Ebenfalls auf sich aufmerksam machte Jan Hiebsch in der Klasse bis 77 kg gr.röm. Stil. In seinem ersten Kampf konnte er Maximilian Rettinger vom KSV Aalen 05 durch technische Überlegenheit von der Matte fegen. Mit seinem Sieg, aber vor allem mit seinem unbändigen Siegeswillen überzeugte der junge Urloffener die Zuschauer und auch den Nachwuchstrainer des Deutschen Ringerbundes. Im nächsten Kampf war dann allerdings Endstation für den jungen Urloffener, musste er doch gegen Louis Lay, welcher für den KSV Weingarten auf die Bundesligamatte geht antreten. Lay, der in vor einigen Jahren noch für den ASV Urloffen noch für Bundesligapunkte sorgte, zeigte im Kampf gegen Jan warum er zur nationalen Elite gehört. Mit 0:9 Punkten war der Kampf frühzeitig beendet. Lay erkämpfte sich im Anschluss an den Kampf gegen Hiebsch die Bronzemedaille. Deutscher Meister in dieser Gewichtsklasse wurde Samuel Bellscheidt.
Florian Ludwig (60 kg gr.röm.) und Justin Federer (74 kg Freistil) konnten sich bei den diesjährigen nationalen Titelkämpfen nicht platzieren. Beide verloren ihre Erstrundenkämpfe und schieden aus dem Turnier aus. Florian Ludwig verlor gegen den späteren Deutschen Vizemeister Mark Wagner. Da Wagner das Finale erreichte, konnte Florian nochmals in der Hoffnungsrunde antreten. Allerdings gelang ihm gegen den Südbadener Eugen Schell von der RG Lahr ebenfalls kein Sieg. Justin Federer verlor seinen Kampf gegen den späteren Fünftplatzierten Dennis Aleksandryuk (Brandenburg). Damit war das Turnier für ihn beendet.
Foto: Aram Shikho und Trainer Sascha Wachter
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