Sechs Ringer der Junioren (U20) und mit Katharina Huber eine Ringerin bei den Juniorinnen vertraten die Farben des südbadischen Ringerverbandes und des ASV Urloffen bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften. Die Bilanz kann als durchwachsen bezeichnet werden.

Eine starke Meisterschaft lieferte Katharina Huber in der Klasse bis 55 kg ab. Katharina konnte ihren Auftaktkampf am Samstagvormittag gegen Hilal Emine Türker vom AC Mülheim (NRW) durch technische Überlegenheit gewinnen.  Im Halbfinale gab es an der späteren …. kein Vorbeikommen. Die Kaderringerin der ARGE erwies sich an bei dieser Meisterschaft als zu stark für die junge Urloffenerin. Jetzt galt es, im Kampf um die Bronzemedaille die Nerven zu behalten. Und Katharina Huber zeigte, warum sie das Vertrauen der Landestrainer genießt. In einem hoch konzentrierten Kampf gelang es ihr, der Brandenburgerin Maxi Kaschel durch gezielte Angriffe sechs technische Punkte abzunehmen. Kaschel wiederum konnte bei Huber keinen einzigen Angriff erfolgreich durchsetzen, so dass sich Katharina Huber die Bronzemedaille mit einem 6:0 Punktsieg – zur Freude der mitgereisten Fans – sicherte.

Ebenfalls gut eingestellt zeigte Florian Ludwig im gr.-röm. Stil in Zella-Mehlis. In seinen ersten Kampf konnte Ludwig mit 9:0 (technische Überlegenheit) gegen den Thüringer Tim Kuschmerz gewinnen. Im zweiten Kampf unterlag er dem neuen Deutschen Meister Lenny Wörner aus Nordbaden. Auch den dritten Kampf musste der junge Urloffener gegen den Noah End klar abgeben. Mit dem verdienten 3. Platz und der Bronzemedaille beendete Florian Ludwig die Meisterschaft.

Für Jan Hiebsch, Justin Federer, Marius König und Vitalij Rosenberger verliefen die deutschen Meisterschaften nicht optimal. Alle vier hatten in diesem Jahr mit der Medaillenvergabe nichts zu tun. Vor allem für Justin Federer verlief die Meisterschaft sehr schlecht. Als Titelverteidiger angereist, musste er bereits im ersten Kampf eine überraschende Schulterniederlage gegen Danny Mayr aus Württemberg hinnehmen. Mayr zählt mit Sicherheit ebenfalls zu Perspektivringer des Deutschen Ringerbundes, trotzdem hatte niemand diese Niederlage, vor allem in ihrer Eindeutigkeit, auf dem Schirm. Im Kampf um die Bronzemedaille merkte man Federer diese Niederlage noch an, so dass er auch gegen Abdulsalam Katsumata vom hessischen SC Kleinostheim keine technische Wertung erzielen konnte. Am Ende stand ein enttäuschender 5. Platz auf der Anzeigetafel des sympathischen Ringers aus der Ortenau. Ebenfalls den fünften Platz belegte Marius König, der im Kampf um die Bronzemedaille dem . Thüringer Felix Wächter eindeutig unterlag. Für Jan Hiebsch (14. Platz) und Vitalij Rosenberger (8. Platz) waren die Meisterschaften frühzeitig beendet, wobei Rosenberger sich nach seinem Sieg gegen den Hessen Deni Kosumow sich noch Hoffnungen auf eine bessere Platzierung machen konnte. Vitalij verlor dann allerdings die entscheidenden Kämpfe gegen Elias Kunz (Nordbaden) und Arthur Beser (Württemberg).

Mit Emil Ulamec konnte der ASV Urloffen einen absoluten Topringer im Nachwuchsbereich für die laufende Ringersaison 2026 verpflichten. Sowohl menschlich als auch sportlich stellt der junge Nordbadener eine absolute Bereicherung für das Team des ASV Urloffen dar. Dies zeigte sich auch wieder an diesem Wochenende. Ulamec dominierte die Gewichtsklasse bis 86 kg Freistil. Nach dem Schultersieg gegen Alexander Bahn (Sachsen-Anhalt) und einem klaren Prestigeerfolg im Duell gegen Viktor Schlegel von seinem bisherigen Verein KSV Ludwigshafen-Neckarweihingen stand Emil im Finale gegen Muhammed Celinkaya vom TuS Aldenhoven (Nordrhein-Westfalen). Nach seiner Vizemeisterschaft 2025 war das erklärte Ziel von Emil in diesem Jahr den Meistertitel zu erkämpfen. Diesen Plan setzte Emil um. Mit 6:0 Punkten sicherte er sich gegen Celinkaya den Deutschen Meistertitel U20 im freien Stil.

Die Fans des ASV Urloffen dürfen sich auf spannende Kämpfe mit Emil in der Bundesligasaison 2026 freuen.