Am Nationalfeiertag pünktlich um 19:30 Uhr gastiert keine geringere Mannschaft als der letztjährige Halbfinalist SC Siegfried Kleinostheim bei den Hornets in der ASV Halle.

In diesem Jahr ist das erklärte Ziel der Unterfranken, sich bis ins Finale um den Deutschen Mannschaftsmeistertitel durchzukämpfen, und am Ende den Meisterschaftstitel zu gewinnen. Und dabei sind die Mainfranken aus Kleinostheim voll im Plan. Im Gegensatz zu den Meerrettichdörflern legten die Mainfranken bisher eine blitzsaubere Ringersaison hin. Vier Kämpfe, vier Siege. So konnten Sie am letzten Samstag auch die RKG Freisburg 2000 mit einem klaren deutlichen 25:7 bezwingen. Dabei leisteten Sich die Unterfranken den Luxus, mit neun deutschen Ringern anzutreten. Und genau darin liegt sicherlich auch die Stärke des Meisterschaftsfavoriten: Mit Niklas Stechele (61kg Freistil), Ivan Seibel (61 kg greco) Christopfer Kramer (66 kg greco), Ilia Pavlenkov (66 kg greco), Eliah Lucyga (66 kg Freistil), Marat Kadanov (80 kg Freistil), Joshua Morodion (86 kg Freistil), Darius Kiefer (98 kg greco) und Franz Richter (130 kg greco) verfügen die Warriors vom Spessart über einen beeindruckenden Kader an Deutschen Meistern und WM bzw. EM-Teilnehmern. Dazu zählt auch Pascal Eisele (86 kg greco). Er gehört mit seiner Erfahrung und seinem ringerischen Können auch in diesem Jahr wieder zu einem der Top-Ringer in dieser Gewichtsklasse. Ergänzt wird die Deutschachse durch sehr starke ausländische Ringer, welche natürlich sehr variabel eingesetzt werden können.

Ihren Topringer Alexandrin Gutu (j80 kg greco) können die Mainfranken aktuell nicht einsetzen. Zur Erklärung: Eigentlich dürfen die Vereine nur vier Ausländer in der Mannschaft einsetzen. Ausnahmen gibt es unter anderem dann, wenn ein Ringer über mehrere Jahre seinen Wohnsitz in Deutschland hat (N4-Status). Hier überprüft der Deutsche Ringerbund noch, ob die Mainfranken bei der Beantragung des N4-Status (Ringer zählt nicht zum Ausländerkontigent) manipuliert hatten.

Unabhängig vom Ausgang dieser Überprüfung wird es für die Hornets aus Urloffen sicherlich ein schwerer Gang am Samstag. Die Trainer und Verantwortlichen hoffen allerdings darauf, dass die Meerrettichdörfler an die Grenzen ihres Leistungsvermögens gehen, um mit den Fans im Rücken, vielleicht doch eine Überraschung zu erkämpfen. Es wäre nicht das erste Mal in der Historie des ASV Urloffen, dass man als vermeintlicher Außenseiter am Ende triumphiert hat.

Den Kampfabend eröffnen werden die Reservemannschaften der Hornets. Starten wird unsere 3. Mannschaft um 16:30 Uhr gegen die 2. Mannschaft aus Hausen-Zell. Um 17:30 Uhr erwartet unsere 2.Mannschaft den Tabellenzweiten RG Hausen-Zell zum Kampf in der ASV Halle. Die Hochrheiner kommen als Tabellenweiter der Oberliga nach Urloffen. Die Perspektivringer des ASV Urloffen sehen nach zwei Siegen in Folge durchaus die Chance, der RG Hausen-Zell die erste Niederlage beizubringen. Freuen dürfen sich die Fans auf das wahrscheinliche Duell des ehemaligen Bundesligaringers Manuel Wolfer (Hausen-Zell) gegen Ihnat Dishli (ASV Urloffen). Hier treffen zwei Ringergenerationen aufeinander. Im letzten Jahr musste Dishli noch die ringerische Klasse von Wolfer anerkennen. Es wird am Ende darauf ankommen, die Ringerduelle deutlich zu gewinnen, in denen die Hornets favorisiert sind, und gleichzeitig die unvermeidlichen Niederlagen in Grenzen zu halten. Dann ist ein Sieg möglich.

Nach dem Kampf ist vor dem Kampf. Bereits am Sonntag, 04.10. müssen die Perspektivringer des ASV Urloffen dann zum Auswärtskampf nach Rheinfelden an den Hochrhein fahren. Auch unsere Jugend wird am Sonntag bei der RKG Freiburg 2000 in das Mannschaftsringen einsteigen.