Endlich ist es wieder so weit. Pünktlich um 19:30, wenn Kampfrichter Georg Coczol aus dem Saarland die neue Ringerbundesligasaison in der ASV Halle eröffnet, beginnt für die Hornets des ASV Urloffen der Kampf um die Punkte.
Gespannt dürfen die Fans sein, wie sich der Urloffener Traditionsverein mit den neuen Rahmenbedingungen der ersten Bundesliga zurechtfinden wird.
Als erster Gegner werden sich die Meerrettichdörfler mit dem RSV Rotation Greiz aus Thüringen auseinandersetzen müssen, eine Mannschaft, welche bisher noch nie in der ASV-Halle ihre Visitenkarte abgegeben hat. Und dieses Duell hat es bereits in sich, haben die Thüringer doch mächtig in ihren Bundesligakader investiert, und mit zwölf Neuverpflichtungen ihre Mannschaft komplett umgebaut.
Mit Spannung erwarten deshalb das Trainerteam und die Vorstandschaft, zu welchen Paarungen es auf der Matte kommen wird.
In der Klasse bis 61 Kg (Freistil) könnte es zu einem spannenden Aufeinandertreffen von David Kiefer gegen den Neuzugang Murad Mammadov aus Aserbeidschan kommen. Denkbar ist aber auch, dass die Greizer hier mit dem Rumänen Razvan Kovacs (N4) oder Nillas Nimtz in den Mannschaftskampf starten.
In der Klasse bis 66 kg (Greco) dürfen sich die Fans aus Urloffen auf ein Wiedersehen mit Sakit Guliyev freuen. Guliyev, der im vergangenen Jahr alle seine Kämpfe gewinnen konnte, könnte es mit dem zweiten Neuzugang der Greizer, mit Murat Firad (Türkei) zu tun bekommen. Dieser Kampf verspricht absolute Spannung, gehört Firad – wie auch der Urloffener Guliyev seit Jahren zur internationalen Spitzenklasse in dieser Gewichtsklasse. Wenn es Guliyev gelingt, den Greizer zu schlagen, haben die Hornets eine echte Siegchance.
In der Klasse bis 71 kg (Freistil) erwarten die Hornets das Greizer Eigengewächs Joel Wrensch. Mit ihm wird sich aller Voraussicht nach Justin Federer auseinandersetzen müssen.
Auch die Klasse bis 75 kg verspricht Spannung. Im Freistil hoffen die Hornets, dass Stefan Käppeler wieder fit ist. Er wird sich aller Voraussicht nach mit Nickolay Gramez auseinandersetzen müssen, welcher nun bereits in der vierten Saison für die Greizer auf die Matte geht.
In der gleichen Gewichtsklasse (Greco) haben die Greizer mit Serdar Durmus einen jungen talentierten Grecospezialisten vom AV Markneukirchen verpflichtet. Mit ihm wird sich wohl der langjährige Stammringer des ASV Urloffen, Domenik Chelo, auseinandersetzen müssen. Möglich aber auch, dass die Greizer hier ihren etatmäßigen Leichtgewichter Cengiz Arslan aus der Türkei aufbieten.
Mit Joshua Knosp und Anri Putkaradze präsentiert der ASV Urloffen in der Gewichtsklasse bis 80 kg zwei kampfstarke Ringer. Knosp, der durch seinen absoluten Kampfgeist oftmals seine Gegner unter Druck setzen kann, könnte es mit dem Thüringer Freistilspezialisten Ramazan Sari (Türkei) oder dem Deutschen Maximilian Kahnt  zu tun bekommen.
In der gleichen Gewichtsklasse könnten die Greizer im Greco-Stil ihren Topringer Alexandru Solovei, verpflichtet vom Ligakonkurrenten KSV Köllerbach einsetzen. Der Moldavier verfügt über eine beeindruckende internationale Erfolgsbilanz. Offen ist allerdings die Frage, ob Solovei auf Grund der im Oktober stattfindenden Weltmeisterschaften, den Thüringer zur Verfügung steht.
In der Klasse bis 86 kg (Greco) gelten die gleichen Vorzeichen. Mit dem Aserbeidschaner Tuncay Vazirzade verfügen die Greizer über einen absoluten Topringer, welcher in der Bundesliga nur schwer zu schlagen sein wird. Wenn Vazirzade auf die Matte geht, gehen die Punkte nach Thüringen.
In der Klasse bis 98 kg wird mit Andrej Schwarzkopf ein weiteres Eigengewächs des ASV Urloffen im freien Stil antreten. Er wird es aller Voraussicht nach mit dem von Wacker Burghausen nach Greiz gewechselten Erik Thiele zu tun bekommen.
Im Schwergewicht (greco) betritt mit Arif Niftullayev (Aserbeidschan) ein neues Gesicht die Matte für den ASV Urloffen. Auf ihn setzen die Hornets, zumal der Litauer Mindaugas Venckaitis, der diese Gewichtsklasse bisher abdeckte auf Grund der WM-Vorbereitung den Hornets noch nicht zur Verfügung steht. Mit Arif Niftullayev konnten die Hornets hier einen Top-Ringer für diese Gewichtsklasse verpflichten.
Die Experten sind sich einig. Als Favorit für diesen ersten Mannschaftskampf gilt der RSV Rotation Greiz, dessen Saisonziel lt. Trainer Tino Hempel das Erreichen des Halbfinales zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft ist. Die Hornets bauen allerdings – wie im letzten Jahr – wieder auf ihren speziellen Mannschaftsgeist und auf ihre Fans, welche für die notwendige Stimmung sorgen werden – immer nach dem Motto: „Es muss erst einmal gerungen werden